Ökumene

Dritte-Welt-Projekt: Basiskrankenhaus Doliambo / Indien
Unser Dritte-Welt-Laden unterstützt ein Krankenhaus in Indien im Bundesstaat Orissa. Zu diesem Projekt des Nordelbischen Missionszentrums erhielt Frau Gerlach folgenden Brief:
Liebe Frau Gerlach,
es freut mich sehr, dass Sie so intensiv und eifrig die Gesundheitsarbeit in Doliambo, Indien, unterstützen. Liebe Grüße an alle, die dazu in diesem Jahr beigetragen haben und herzlichen Dank ganz besonders im Namen der Adivasi  (Ureinwohner)- Gemeinden in den Bergen.
Das Basiskrankenhaus in Doliambo mit dem schönen Namen “Navajeevan”, dt. “Neues Leben” liegt nahe der Nationalstraße in den Bergen. Es ist in weitem  Umkreis das einzige christliche Krankenhaus und für die Adivasi in den vereinzelten Bergdörfern der Umgebung die beste Anlaufstelle zu medizinischer Versorgung, zur Behandlung von Wunden und bei Krankheiten. Hier bekommen  sie Rat und Hilfe.
Die große Herausforderung für die Mitarbeitenden ist, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Viele Patienten kommen erst, bzw. werden in das  Krankenhaus gebracht, nachdem anderes versucht und unternommen worden ist. Dann haben die Familien der Kranken bereits viel Geld bei Quacksalbern gelassen oder teure Fahrten in die große und ferne Stadt unternommen, in der  Meinung, dass sie dort “richtig” behandelt würden (es gibt immer wieder Patienten, die z.B. “Computer Diagnose” fordern, auch wenn sie medizinisch  völlig überflüssig und abwegig ist). Wenn sie dann, weil sie die hohen Kosten nicht tragen können, unverrichteter Dinge wieder weggeschickt worden sind, kommen sie entkräftet und sehr spät ins Basishospital. Gesundheit und  Bildungsarbeit hängen eng zusammen. Möglichkeiten der Vorbeugung und Wissen um angemessene Behandlung müssen vermittelt  und gelernt werden. Dies ist ein langer Weg und das Basishospital in Doliambo steht damit erst am  Anfang.
Der Name “Basiskrankenhaus” besagt, dass von dieser Basis ausgehend die Gesundheitsarbeit in den Dörfern unterstützt und getragen werden soll. In der  ersten Phase ist zunächst die Basis gestärkt und ausgebaut worden: eine Mauer schützt jetzt das Krankenhaus und die dort lebenden Menschen. Das ist wegen der direkten Bedrohung der Christen durch hindunationalistische  Aktivisten überaus wichtig. Solche Kreise versuchen immer wieder mit gezielten Schlägen gerade gegen christliches Engagement unter den Adivasi vorzugehen. Die zweite große Baumaßnahme war der Bau eines Quartiers für  den leitenden Arzt.
Damit sind die notwendigen Baumaßnahmen nun weitgehend abgeschlossen,. Es ist zu hoffen, daß beide Maßnahmen schließlich auch die Suche nach einem  zukünftigen Leiter / Leiterin für das Krankenhaus erleichtern werden. Der jetzige Arzt hat 1 1/2 Jahre dort gearbeitet, hat aber nun Doliambo verlassen, um seine  Facharztausbildung abzuschließen. Gesucht wird ein Arzt mit zusätzlicher Qualifikation in ländlicher Gesundheitsarbeit. Hierbei fündig zu werden, würde  den jetzt anstehenden Schritt in Richtung auf Aufbau von Gesundheitsstationen in verschiedenen Dörfern erheblich erleichtern.
Jeden Tag kommen Menschen zur Behandlung ins Navajeevan Base Hospital.  Sie erhalten bestmögliche medizinische Hilfe. Hilfe, die dem Patienten kostengünstig zukommen kann, da z.B. durch Sie in Hattstedt und Ihre Unterstützung teure Investitionen in Gebäude und medizinisches Gerät nicht  aus eigenen Mitteln des Krankenhauses oder auf Kosten der Patienten getätigt werden müssen. Und wenn ei8nige Patienten dennoch die Behandlungskosten  nicht voll bezahlen können, erhalten sie zusätzliche finanzielle Unterstützung.  Das Krankenhaus steht allen offen. Hilfesuchenden Menschen Hilfe zu  gewähren ist ein Zeugnis der frohen Botschaft in dieser armen Bergregion und wird langfristig die Gesundheit der Menschen grundlegend verbessern.

Dorle und Christine Gerlach verkaufen u.a. Kaffee und Tee, Wein und Honig, kleine Geschenkartikel, Briefpapier und Süßigkeiten. Alle Waren werden zu fairen Preisen  verkauft, der Erlös kommt den Erzeugern bzw. dem Krankenhaus in Doliambo zugute.